Sumpf Geschichte

Die Geschichte des Sumpf:

Es ergab sich im Jahre 1984, als Robert erfuhr, dass die Kneipe „Zum Sonnenschein“ in der Kasinostraße zum Verkauf stehe.

Mit dem Hintergedanken, sich das Studium mit zu finanzieren ducrh den Betrieb einer Kneipe, suchte er sich Geldgeber, um die 27.000,- DM Abstand bezahlen zu können. Die fand er auch in Person von Gerd, Erwin und Anita. Anita hatte sowieso schon länger den Traum einer eigenen Kneipe. Und um diesen Traum so wirklich wahr werden zu lassen, bekam Anita die Kneipe zu ihrem Geburtstag am 12.09.2984 geschenkt. Die Geburtsstunde des Sumpf.

Der damalige Hausbesitzer machte es zur Verpflichtung, Erbacher Bier auszuschenken. Dies änderte sich, als 1992 Binding die Erbacher Brauerei übernahm.

In selbigem Jahr schafften es dann Robert, Clemens, Stoffel und Gerd, das ganze Haus für 240.000,- DM zu kaufen. Martina übernahm dann später Anteile davon.

Unser Aquarium wurde übrigens 1984 von Erwin errichtet und 2006 von Torsten einfach so und ungefragt umgestellt, da es halt einfach ungünstig stand.

1989 baute Erwin dann noch die Bühne, weil damals schon Veranstaltungen statt fanden, aber auch wegen der Optik.

Und von Anfang an gab es auch die legendären Dartturniere im Sumpf.

Insgesamt wurde der Sumpf schon in den 1980er Jahren mehrfach umgestaltet, wie wir an Hand von Fotos ermitteln konnten.

Unser Sumpflogo wurde übrigens von Gerd gestaltet, wobei Torsten den Frosch beisteuerte.

Auf Grunde der Kreativität des Ladens, der Belegschaft und der Gäste gibt es auch mehrere Sumpfcomix.

Die 1980er und 1990er Jahre waren gute Jahre, da sich u.a. zwei linke Biker-IGs regelmäßig im Sumpf trafen. Das waren die IGs Buntschuh und Schinderhannes.

Dazu kamen noch einige andere Stammtische:

Robin Wood, EFH Ersties, Die Partei, Geier-Tour, AIDS-Hilfe

Das war auch die Zeit, als es noch mehrere kleine Essen und eine wirklich große Auswahl an Whiskeys gab.

Es gab ja immer wieder Ideen, dem Laden neues oder wenigstens mehr Leben einzuhauchen, z.B. durch Torsten, der zwischen 2005 bis 2008 Montags das Motto SevenUp erschuf: Also nur Musik spielte, die länger als 7 Minuten dauert…..

Das Jahr 2007 war dann ein ganz spezielles, nein desaströses Jahr, da der Sumpf auf Grund fehlender Umsätze, von Gewinnen wollen wir hier gar nicht erst reden, fast geschlossen werden musste.

Das lag auch an der neuen Nichtraucherverordnung.

Aber was wäre der Sumpf, wenn sich nicht doch eine kreative Möglichkeit erarbeiten lassen würde:

Der Verein Kultur Club Sumpf e.V. wurde gegründet, um den Laden als Vereinsheim zu nutzen und somit die Nichtraucherverordnung umgehen zu können.

Ein richtige Höhepunkt war sicherlich auch das Fest zum 30-jährigen Bestehen, das so richtig groß in der Bessunger Knabenschule gefeiert wurde.

Oder das Straßenfest in der extra dafür abgesperrten Liebigstraße zum 35-jährigen.

Wer hätte auch gedacht, dass der Laden überhaupt so lange existieren würde.

Neben den vielen unterschiedlichen Sachen, die in dem Laden veranstaltet wurden (Konzerte, Jamsessions, Dartturniere, DoKo-Turniere, Fußballabende, Politische Abende, Whisky Tasting, Bingo, Irish Folk Session Ceol agus ol, Fotoausstellungen, Vinyl-Abende, 7up, DJ-Abende, Karaoke, Comedy, Quiz, Vorleseabende, Filmabende, Vorträge), fanden hier auch die ersten Abende unserer Freunde von Topshake Soulknights statt.

Und seit wann wir das Filmfest Weiterstadt unterstützen, ist im Laufe der vielen Jahre verloren gegangen.

Und das ist ja noch längst nicht alles………


Das Gebäude Kasinostraße 105

Leider wissen wir nicht sonderlich viel über unser Haus. Daher sind wir dankbar für weitere Informationen und vor allem auch Fotos.

Das Gebäude Kasinostraße 105 wurde etwa um die vorvorige Jahrhundertwende gebaut und das Hochparterre wohl auch gleich als Ladengeschäft geplant.

Bevor es der Sumpf wurde, war darin die Gaststätte „Zum Sonnenschein“, die ihre Küche im ersten Stock hatte und die Speisen mittels eines immer noch vorhandenen kleinen Lastenaufzuges in die Gaststätte beförderte.

In den 1970er Jahren hieß es „Gaststätte Roch“.

Und in den 1950ern hieß der Laden „Gaststätte Martern“.

Das Gebäude wurde im zweiten Weltkrieg wohl Opfer einer Bombe, weshalb über dem ersten Stockwerk nichts mehr vorhanden ist.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und die gesamte Blockseite der Kasinostraße unter Ensembleschutz.


Geschichten im Sumpf

In über 35 Jahren ereignen sich natürlich auch diverse Geschichten.

Hier mal ein paar Einblicke:

– Es gab diverse Sperrstundenvergehen

– Es gab schon mehrere stromlose Abende (warum wohl….)

– Da ja auch jahrelang mehrere Bikerstammtische im Sumpf abgehalten wurden, ergab es sich halt auch, dass mindestens 1x mit dem Motorrad in den Sumpf gefahren wurde.

– Früher gab es zwischen den Fahrbahnen in der Kasinostraße einen Grünstreifen. Und was macht ein ordentlicher Sumpfie?

Er stellt Bierbänke drauf und serviert den Gästen dort ihr Bier.

– Dazu kommen noch diverse eigenartige Getränkekreationen bzw Namen (so auch unser allseits beliebter FreshFrosch).

– Und dann gab es noch den Loserteller: ein Glas Wasser mit einer Scheibe Brot

– Aktionismus mit Alkohol: Was macht man, wenn ein schöner, unbefleckter, sauberer Bauzaun gegenüber steht?

Man besorgt sich Farben und los geht’s.

Fand die Polizei wohl nicht so gut…..

– Und dann gab es noch unseren Robert: mit dem Ruf der langsamsten Bedienung mit der schlechtesten Musik.

tbc